Die Knochenbrecher

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Gewandungsfragen

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Schild oder nix Schild :: Dascon  
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 13 Aug 2008 21:11    Titel: Gewandungsfragen Antworten mit Zitat

Tari fragte nach Marketenderinnen im Mittelalter. Ich zitiere einfach mal ein bisschen aus dem Lexikon des Mittelalters:

Zitat:
?


Wir sehen: Der Marketender war offenbar keine Erscheinung des Mittelalters im engeren Sinn.
Und was sagt man zum Thema Söldner? (Auch hier kommentiere ich unqualifiziert, um gewisse Dinge auf den Punkt zu bringen.)

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits seit fränkischer Zeit Kriegsmänner gegen Entgeld/Naturalien angeworben wurden; die Söldneridee ist schließlich schon seit der Antike bekannt. In schriftlichen Quellen tauchen die Begriffe mercenarius, soudoyer und solidarius in der Bedeutung von Söldner etwa ab dem 12.Jhd auf.
Das Problem ist, dass das Feudalsystem gerade daraufhin konzipiert war, KEIN Extrageld für Kriegsleute auf den Tisch zu legen.

Generell nimmt also die Söldnerhäufigkeit etwa in dem Maße zu, in dem das Lehnssystem für die Gesellschaft an Bedeutung verliert, d.h. je später, desto mehr Söldner.

Ab etwa 1170 kommt aus England die Mode, die Kriegsführung an umherziehende Scharen (routiers -> Rotten!) zu übertragen. Sie waren wegen ihrer Brutalität berüchtigt und die Sache ging dann auch im nächsten Jhd. wieder unter.

Ab etwa 1300 kommen besoldete Heere in England und Frankreich auf. Der Sold war allerdings im Vergleich zu Lösegeldern und Beute normalerweise der geringere Teil des Lohns, was sich natürlich auch auf die Moral und das Verhalten der Truppe auswirkt. Der Anteil "echter" Söldner (soudoyers aventureux) war in diesen Heeren sehr klein, verglichen mit den Adeligen, die den Soldempfang ebenfalls als Selbstverständlichkeit ansahen.

Ein paar Haufen gab es aber doch:
- die genuesischen Armbrustschützen unter Philipp VI.
- die Lombarden, Spanier und Schotten unter Karl VII.
- die Schweizer unter Ludwig XI. und Karl VIII.
- die englischen Bogenschützen unter Karl d. Kühnen

Und noch eine Überraschung: Söldnertum impliziert auch das Fehlen einer beruflich-zünftigen Bindung, eines geregelten Einkommens, des Sozialstatus und einen Bruch mit dem Herkunftsmilieu.

Söldner, wie sie von uns und auch vom ceridischen Fähnlein dargestellt werden, sind in vielerlei Hinsicht also keine mittelalterliche, sondern eine frühneuzeitliche Erscheinung. Unsere Vorbilder in Sitten und Gebräuchen, Kommandostrukturen etc. leiten sich aud einer wilden Mischung moderner Heerführung (bzw. dem, was wir dafür halten) und Landsknechtsheeren her.

Karl der Kühne, der den burgundischen Erbfolgekrieg 1476-77 führte, bekam von den Schweizern final auf den Beutel geklopft und brachte seinen Schwiegersohn und Erben Maximilian zum Nachdenken.
Der baute nach Schweizer Vorbild und mit der Hilfe des berühmten Georg von Frundsberg die Landsknechtsheere auf und verwendete sie mit wechselndem Erfolg (Marten, so wie ihr ihn kennt und liebt, ist dem Jahr 1515 entsprungen; immer noch maximilianische Zeit).

Kaiser Maximilian trägt den Beinamen "der letzte Ritter", weil er wirklich perfekt die Grenze zwischen Ritter und Söldner markiert. Er selber hing den alten, feudalen Zeiten sehnsüchtig hinterher und versuchte stets, sie wiederzubeleben - gleichzeitig hatte er aber verstanden, dass die moderne Kriegsführung die Söldnerheere forderte.

Von den Landsknechtsheeren wissen wir eine ganze Menge. D.h. hier kann man auch mal kompetente Aussagen über den Tross machen und hier treffen wir auch auf Marketender. Natürlich mussten sich auch vorher schon die Heere versorgen, aber wir haben dazu nur indirekte Quellen und das meiste in den Büchern ist kluge Spekulation.

Erst mal die Aufgabe des Tross: VERSORGUNG und UNTERSTÜTZUNG.
Ich versuche mal eine Kategorisierung:

- Transport (von Waffen, Ausrüstung, Proviant)
- Versorgung (mit Futter, Unterkunft (z.T.), Kleidung, Unterhaltung, Medizin (haha), geistlichem Wohl)
- Vermarktung ("Produkte" des Heeres gegen Produkte des Umlandes)
- Verteidigung (der Tross diente oft als befestigte Stellung, weswegen es einen eigenen Trossbefehlshaber, den Hurenweibel, gab)

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist, dass viele Landsknechte ihre Familie dabeihatten und also im Tross lebten.

Der Begriff Marketender würde ich also im Sinne von "alles, was außer den besoldeten Männern und Offizieren noch im Heerzug zu finden ist". Die Rolle der Frauen darf in dem Zusammenhang nicht unterschätzt werden. Erstens war der Tross oft größer als das Heer. Zweitens befand man sich in einer sozialen Grauzone, wo vieles möglich war, was anständigen Mneschen verwehrt blieb - und selbst anständige Menschen genossen in dieser Epoche eine große Freizügigkeit.
Trotzdem sind Frauen als Kämpfer nicht überliefert. Ich vermute mal, weil sie nicht zur regulären Truppe zählten, denn für zwei Gulden im Monat wollte der Obrist ja schließlich Kampfkrfat geboten kriegen! Rolling Eyes
Trotzdem haben die Weiber natürlich zum Messer und zur Pike gegriffen, wenn´s nötig war - mir kann keiner erzählen, dass eine Frau, die ihr Leben lang auf Kriegszügen dabei war, einfach weinend daneben steht, während man ihre Familie schlachtet. Nur eben "inoffiziell"....

So, genug erst mal. Kommentare oder Fragen?


Zuletzt bearbeitet von Marten am 05 Sep 2008 12:12, insgesamt einmal bearbeitet
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Lin
Poser.


Anmeldungsdatum: 09.05.2006
Beiträge: 303
Wohnort: Engelbertus' Feste in Oberberg

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BeitragVerfasst am: 13 Aug 2008 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gut, dass der Marten so gescheit daher schwafeln kann!

Marten hat folgendes geschrieben:
Trotzdem haben die Weiber natürlich zum Messer und zur Pike gegriffen, wenn´s nötig war - mir kann keiner erzählen, dass eine Frau, die ihr Leben lang auf Kriegszügen dabei war, einfach weinend daneben steht, während man ihre Familie schlachtet.

Mir auch nicht. Und deswegen wird die Lin zumindest genau das tun.
Irgendwer muss ja auf dieses faule Söldnerpack aufpassen, damit sie heile aus der Schlacht zurückkommen!
Sonst gibt's nämlich keinen Sold mehr und all der andere Komfort ist auch dahin (zum Beispiel nicht von jedem dahergelaufenen Lumpen vergewaltigt, als Hexe hingerichtet und/oder erschlagen zu werden ).
Und das würde der Lin ganz sicher nicht gefallen!
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 13 Aug 2008 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Und hier noch ein paar Frauen...
Der Dateiname verrät das Jahrhundert!

Alles deutsche Weiber, nach Möglichkeit Bürger - beim 12.Jhd. Bild geht es um die Frau rechts im Hintergrund.
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Tári
Zwei-Finger-Tipper


Anmeldungsdatum: 07.01.2007
Beiträge: 62
Wohnort: Germanisch-Colonia

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BeitragVerfasst am: 14 Aug 2008 7:58    Titel: Antworten mit Zitat

Super! Schmeiß gerne auch mit Jahreszahlen um dich, die sind immer gut, wenn man mal den Faden verliert!
Kennst du übrigens folgende Internetseite und wie würdest du sie bewerten?
http://www.taraland.de/mode.htm
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
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BeitragVerfasst am: 14 Aug 2008 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ein guter Einstieg in die Kostümgeschichte! Die Bildchen sind nett, wenn auch nicht unbedingt miteinander vergleichbar. Die Galerie mit den Schwarzweißbildern zum Schluss z.B. stammt wahrscheinlich aus dem 19./20.Jhd und ist dementsprechend schon Interpretation. Außerdem wird fröhlich durcheinandergemischt. Einige Gedanken kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber alles in allem: eine runde Sache.

Ich bin mir übrigens nicht darüber im klaren, wie historisch du denn werden willst? Reicht es, eine "typische" Darstellung zu treffen oder willst du es komplett in sich stimmig?
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Tári
Zwei-Finger-Tipper


Anmeldungsdatum: 07.01.2007
Beiträge: 62
Wohnort: Germanisch-Colonia

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 7:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es reicht mir, einen Erkennungswert zu schaffen, eine grobe Richtlinie zu haben.
Gestern haben Tombas, Bram und ich schon mal ein paar Überlegungen angestellt, die aber noch ausbaufähig sind.
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 7:55    Titel: Antworten mit Zitat

Na, dann wird dir das hier vielleicht schon reichen... wenn nicht, frag weiter nach!

Ich habe auf historische Darstellungen verzichtet - erstens, weil sich die leicht und schnell im Netz finden lassen und zweitens, weil ich meine, dass die praktischen Hinweise für dich wertvoller sein dürften.
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Tári
Zwei-Finger-Tipper


Anmeldungsdatum: 07.01.2007
Beiträge: 62
Wohnort: Germanisch-Colonia

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Das reicht auf jeden Fall.
Der Ideenpool ist jetzt bis obenhin voll und ich muss nur noch Zeit finden, alles umzusetzen!
DANKE!
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Trutz
Poser.


Anmeldungsdatum: 29.06.2008
Beiträge: 309
Wohnort: Colonia

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

so Marten, da du dich ja so gut auskennst... was empfiehlst du mir als Abendgarderobe?

Also Trutz ist ja immer noch recht einfach betucht, bitte nichts zu pompöses, ein wenig schicker aber nicht zu sehr...meine Alltagskleidung kennst du, schön authentisch und aus einfachem Bürgertum bzw. Bauernhaus. 12. bis 14. Jhd.
Mir schwebt was ähnliches vor nur halt aus edleren Stoffen... Beinlinge, Hemd und Tunika bzw. Überwurf... was für Schuhe und Kopfbedeckung weiss ich sowieso nicht.
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Abendgarderobe? So für die Taverne und die Oper?

GAR NIX!

Ein anständiger Söldner braucht nur eine Hose! Immerhin kann man die von vier Seiten tragen!


Aber im Ernst: Wie historisch und wann überhaupt soll es denn sein?
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Trutz
Poser.


Anmeldungsdatum: 29.06.2008
Beiträge: 309
Wohnort: Colonia

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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

also bisher ist meine gewandung sehr historisch... bis auf die schuhe...
meine gewandung passt vom 12. bis 15. Jhd
da um den dreh sollte sich das bewegen... möglichst authentisch... aber halt eher einfach...
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 17 Aug 2008 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr historisch - check.

12. - 15. Jhd. Das solltest du schon weiter eingrenzen, weil sich sonst nichts über die Authentizität deiner Gewandung sagen lässt. Du bleibst halt "irgendwie mittelalterlich". Klar wurde die Bruche mit Beinlingen lange getragen, aber das werden Jeans inzwischen auch - und du wirst doch einen baggy-style HipHopper von einem Rocker aus den 50´ern unterscheiden können, oder? Wink
Schieß dich doch wenigstens auf eine Lebensspanne ein - und wenns geht auch auf eine Herkunft! Dann kann man damit weiterarbeiten!

Bürgertum oder Bauerhaus ist da schon ein Unterschied. Und wenn schon Bürger: Burgumwohner oder Städter? Frei oder unfrei? Es ist generell leicht, frei zu werden, aber schwer, frei zu sein.
Hat Trutz ein Handwerk gelernt? War er gar in einer Zunft? Hat er als Knecht bei einem Freisassen gedient? Oder vielleicht bei einem Freiherrn? Ist er von Anfang an als Kriegsknecht gezogen worden?

MEHR VORGESCHICHTE! MEHR INFOS!
Razz
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Veridya
... wär´ gern wer.


Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Brackemich

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BeitragVerfasst am: 12 Sep 2008 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mhhh... da hat er nicht mehr geantwortet... dann antworte ich mal Smile

Ich hab beim Entwerfen und Schneidern seiner bisherigen Garderobe folgende Vorgaben mit ihm erarbeitet:

Hochmittelalter, d.h. 12.-13. Jh.
Herkunft: bäuerlich - er wollte ein Tagelöhner sein, also in gewisser Weise frei, aber sehr bescheiden, kein Handwerk, sondern mehr der Handlanger, Gegend - tja, was sag ich - ripuarisch?!

Was den Edel-Grad der Klamotte angeht, gibt es ja verschiedene Parameter:
Stoffmaterial (von Flachs bis Seide), Stofftextur (von grob kratzig bis fein), Stoffmenge (z.B. Länge der Cotte bis zum Knie oder bis zum Knöchel), Stofffarbe (von natur über kräftig blau etc. bis zu gold) und der sicher wichtigste Punkt - Verzierungen (also von brettchengewebten Bändern, Knöpfen über Fibeln, einfache Stickereien bis hin zu Goldstickereien)

Da rangiert Trutzens bisherige Kleiderordnung nicht am unteren Rand der Skala:
Unterhemd aus feinem Leinen in oliv
Bruche aus gutem Leinen in Natur
Beinlinge und armlose Cotte aus feinem Wollstoff in Natur - sagen wir mal, das Schaf war braun Wink
Gugel aus Pseudo-Filz in dunkelgrün (die chronologisch gesehen nicht wirklich historisch wär)

Meiner Meinung nach wäre ein Tuning als erstes mit einer Cotte mit weiteren Ärmeln, aufwändigerem Halsabschluss (dezente Verzierung mit Stickerei oder Borte oder Knöpfen etc.) und einer kräftigeren Farbe ratsam. Eventuell dazu noch 'nen Umhang mit 'ner hübschen Fibel dran.
Über die stillose Fußbekleidung muss ich ja nix sagen... Razz

soviel von mir dazu
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 14 Sep 2008 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ein freier Tagelöhner... fahrendes Volk... macht ganz schön Karriere, der Gute!

Wenn du ihn /er sich wirklich nach deiner Beschreibung ausstatten würdest, kaufe ich ihm den Tagelöhner mit Sicherheit nicht mehr ab! Selbst ein Kriegsknecht wäre dann schon sehr zweifelhaft. Eher noch ein Kaufmann, denke ich. Trutz könnte sich ja im italienischen Stil einkleiden, dann könnte er einen Venizianer des 12.Jhd. geben, der mit Handel und Piraterie unter Sold seinen Lebensunterhalt verdient. Obwohl ich ihm dann waffentechnisch einen Bogen oder eine Armbrust anhexen würde, es sei denn, er wäre tatsächlich selbständiger Kaufmann oder Seeoffizier.

Aber nett siehts bestimmt aus...

Fußbekleidung ist ja immer so ne Sache: entweder authentisch oder funktional. Ich habe das allergrößte Verständnis dafür, wenn man "funktional" wählt; besonders, wenn man zur kämpfenden Klasse zählt. Verstauchte Haxen etc. aufgrund ungewohnten Schuhwerks sind ja nun nicht gerade erwünscht. Wink

Hast du eigentlich eine Empfehlung, woher man gute Schnittmuster beziehen kann, Veridya?

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The Anachronicle
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Veridya
... wär´ gern wer.


Anmeldungsdatum: 01.07.2008
Beiträge: 21
Wohnort: Brackemich

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BeitragVerfasst am: 15 Sep 2008 0:07    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, für mich ist schon ein Katana ein höchst fragwürdiger Ausstattungsgegenstand eines Tagelöhners. Adrians Antwort damals: den hat er "erobert" Wink

Wenn er Tagelöhner in einer prosperierenden Zeit und Gegend war, könnte er wohl die jetztige Kleidung als Tagelöhner tragen. Nun ist er ja aber kein Tagelöhner mehr - er hat sich aus irgendeinem Grund einer Söldnertruppe angeschlossen. Also bezieht er vielleicht auch mehr Einkommen als Söldner. Ich weiß ja nicht, ob er sich auf dem Drachenfest schon was verdient hat oder wie es bis zum Sylvestercon darum bestellt ist.
Wenn er aber einem Adligen dient, dann wird der Adlige dafür Sorge tragen, dass er nötigenfalls seine Untergebenen entsprechend ausstattet. Das könnte also auch bedeuten, dass er einem noch nicht standesgemäß gekleidetem Diener einen Teil abgelegter Garderobe zukommen lässt - entweder als Geschenk (Großzügigkeit ist eine adlige Tugend) oder aber als Vorabsold.
Ich finde daher, dass eine Cotte mit Ärmeln aus einem festeren Wollstoff mit 'nem Holzknopf am Kragen kein übermäßiges tuning wär... Schön wär auch was, das zwar aufwändiger, aber schon nett getragen aussieht!

Für Schnittmuster bin ich nicht der richtige Ansprechpartner - ich arbeite immer ohne. Das einzige "Schnittmuster", was ich schonmal benutze, ist eventuell ein (vorher selbst gezeichnetes) Bild des Teils und ein Kleidungsstück des späteren Trägers, was gut passt und ungefähr die wichtigen Maße bereithält. Der Rest erledigt meine Erfahrung und Augenmaß Wink
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Marten
so wenige Tasten - so viel zu sagen


Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 708
Wohnort: Fringshuus

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BeitragVerfasst am: 15 Sep 2008 7:31    Titel: Antworten mit Zitat

Och, das Katana ist doch eigentlich nur ein Falchion mit abgebrochener Parierstange. Hat eben irgendein Hufschmied gebastelt. Very Happy

Der Gedanke an den adeligen Herrn ist nicht verkehrt... wenn du also noch eine Cotte für ihn nähen solltest, achte darauf, dass sie nicht passt! Twisted Evil Sold hat er aber nur im üblichen (zu kleinen) Maß von 3 Hellern verdient. Damit kann er noch keine weiten Sprünge machen. Anererseits wissen wir ja nicht, wie er sich an der Sch...elfe gerächt hat - die könnte ja einen hinreichend schweren Beutel gehabt haben. Und wenn nicht sie, dann vielleicht eine wohlhabende Großmutter, der er zufällig begegnete.


Zitat:
Für Schnittmuster bin ich nicht der richtige Ansprechpartner - ich arbeite immer ohne. Das einzige "Schnittmuster", was ich schonmal benutze, ist eventuell ein (vorher selbst gezeichnetes) Bild des Teils und ein Kleidungsstück des späteren Trägers, was gut passt und ungefähr die wichtigen Maße bereithält. Der Rest erledigt meine Erfahrung und Augenmaß


Das hatte ich befürchtet. *seufz* Dann bleibt mir wohl nichts, als Erfahrung und Augenmaß zu entwickeln.

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The Anachronicle
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