Die Knochenbrecher

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Vorgeschichte - Hintergrund


 
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Tombas
Der-die-Frikadelle-ans-Ohr-labert


Anmeldungsdatum: 09.05.2006
Beiträge: 148
Wohnort: In der Rodung zu Herken

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BeitragVerfasst am: 15 Jul 2009 14:47    Titel: Vorgeschichte - Hintergrund Antworten mit Zitat

Hallo,

da ich es nicht schaffe, die Homepage aufzurufen und es wohl auch ein bisschen knapp vor dem DF würde, hier meine Vorgeschichte....wie ich nach Knochenbruch kam....

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Chronik der Pfarre zu Herkerode:

26. Jaenner aD 1496:
Dem Halfmann Johann vom Hof zu Astelburne wurde ein Sohn geboren. Die alte Frau Margret vom Widdenhof ruft ihn einen Schreihals vom ersten Atemzug.

13. Februari aD 1496:
Der Sohn von Halfmann Johann wurde auf dem Namen TOMBAS getauft.

Im Maerz aD 1505:
Knecht Karl vom Widdenhof verstarb Alters wegen. Der Herr schenke ihm den ewigen Frieden.
Josef vom Hof zu Astelburne, Sohn von Halfmann Johann, übernimmt die Stellung des Knecht im Büchelter Hof.
Halfmann Johann obliegt die Aufsicht über den Weingarten im Giersloch. Den Wein hat er zu keltern und zu verfüllen und an die Pfarre zu liefern. Duerscheid erhält 4 Fass roten Wein pro anno. Hierfür erhält er 1 Fass weißen Wein und 2 Fass roten Wein pro anno. Die Fässer stellt die Komturei zu Strune.

Im Juno aD 1507:
Tombas, Sohn vom Halfmann Johann, wird ob seiner Unfähigkeiten bei den Arbeiten auf dem Hof und Felde in den Dienst der Pfarre bestellt. [„Nit ens für dä Vöjel zo verscheuche richt hä]. Er hat für die Ordnung und Pflege der Kirche zu sorgen und bei der Messe zu dienen. Ansonsten steht er dem Paffen zu Diensten. Hierfür soll der Paffe ihn unterhalten mit Essen und Kleidung.

Im Oktober aD 1508:
Dem Halfmann Johann vom Hof zu Astelburne werden Fässer für den Messwein durch die Komturei zu Strune verweigert. Duerscheid erhält nur ein Fass roten Weines. Josef, Knecht im Büchelter Hof, gibt 2 Sack Korn weniger an die Komturei. Der Paffe Hermann Waldsmyt, gibt zur Schlichtung 1 Sack Korn vom Widdenhof. Messdiener Tombas überbringt das Korn mit den Worten: „So nemm den ahle Sack voll bittrem Korn, der Wein, der lööf eh hindurch!“

Im Jaenner aD 1509:
Der Messdiener Tombas wird ob seiner Sprache bei der Komturei und zur Stärkung des Geistes und Glaubens in Wort und Schrift unterwiesen. Und soll er nicht lernen mit Fleiß, so hat er eigenhändig 1/2 Sack Korn der Komturei zu Strune zu verschaffen. [Der Paffe Hermann Waldsmyt überantwortet Teile der Pfarrchronik an Tombas / Maerz aD 1510]

Im Maerz aD 1510:
Der Paffe Hermann Waldsmyt liegt mit einem Fieber danieder. Die alte Frau Margret vom Widdenhof gibt heiße Umschläge und einen starken Kräutersud. Das Fieber wird nicht besser.

03. April aD 1510:
Der Paffe Hermann Waldsmyt verstarb am frühen morgen am Fieber. Der Herr schenke ihm den ewigen Frieden.
Die Beerdigung war am Karfreitag. Der Diakon zu Duerscheid sprach die Trauerrede. Die Pfarre / Nabaerschaff war allesamt versammelt. Die Komturei zu Strune war durch den Rentmeister Heinrich zu Paffenrode vertreten.

[Nachbar- und Kirchenrecht zu Herkerode: „Zum 1. Ist Kirchenrecht in Herkerode, dass man am ersten Sonntag in der Fastenzeit Send- und Kirchenrecht verliest. Daneben ist der rechtmäßige Komtur des Johanniterordens in Strune Patron unserer Kirche, und wenn wir keinen Paffen haben, soll er uns einen Kreuzherrn von Strune herschicken. Wenn dieser aber uns Nachbarn nicht gefällt, sollen wir berechtigt sein, ihn wieder zurückzuschicken bis zum vierten Mal; und wenn der vierte uns noch nicht gefällt, sollen wir befugt sein, unseren gnädigen Fürsten und Herrn um Hilfe und Beistand anzurufen.“]

23. April aD 1510:
Der Komtur zu Strune schickt den Herrn Thomas Richershagen als Kreuzherrn von Herkerode.
Der Herr Jakobi de Astelburne ist gewiss ob der Herkunft des Herrn de Richershagen. Der Vater des Herrn Jakobi erinnert an den überhobenen Lichtmeß- und Maischatz aD 1495. Die Nabaerschaff findet keinen Gefallen.

25. Mai aD 1510:
Der Komtur zu Strune schickt den Herrn Goddert de Wylack als Kreuzherrn von Herkerode.
Halfmann Johann vom Hof zu Astelburne ist der Herr de Wylack bekannt ob Einmischungen in die Stellung des Büchelter Hofs zur Komturei zu Strune. Die Nabaerschaff findet keinen Gefallen.

21. Juno aD 1510:
Der Komtur zu Strune schickt den Herrn Markus de Ilem als Kreuzherrn von Herkerode.
Item das Hofgeding zu Herkerode ist Marce de Ilem zuständig. Ehedem ist dessen Bruder Heinrich de Ilem Lehnsträger zu Herkerode der Herren de Runkel. Die Nabaerschaff findet keinen Gefallen.

[Sendrecht zu Herkerode: „die honsprache doin´(Alle, die auf Gott und die Heiligen höhnten); vulle lude, die sich an die dorpel steisse off ander ungewonheit dreven´ (Betrunkene); die geistliche lude gewalt deind (Alle, die Leuten geistlichen Standes mißhandelten) …]

31. Julei aD 1510:
Der Komtur zu Strune schickt den Herrn Rutger de Solinge als Kreuzherrn von Herkerode.
Der Messdiener Tombas verliest das Sendrecht zu Herkerode und weist auf die Sauferei des Herrn de Solinge hin. Auch habe der Herr in Solingen Gewalt gegen geistliche Lude geübt. Tombas zweifelt ob der Verstösse gegen das Sendrecht, dass der Herr de Solinge in Herkerode Sendrecht halten kann. Die Nabaerschaff findet keinen Gefallen. Es soll der Fürst und Herr um Beistand angerufen werden.

15. Septembre aD 1510:
Die Nabaerschaff ruft den Fürsten Wilhelm von Berg um Beistand an.

25. Septembre aD 1510:
Der Herr vom Hof zu Astelburne und Messdiener Tombas treten vor das Rittergericht in Opladen. Unser Fürst Wilhelm verwirft den Vortrag der Nabaerschaff als „vermalteite Narretei“. Rutger de Solinge sei ein redlicher Mann und als Paffe der Pfarre aufs Beste geeignet. Die Ernennung durch den Komtur zu Strune solle Gefallen finden.
Ob der Hochzeit seines Sohnes Johann und der weiteren Aufgaben wurde der Rat am selben Tage erteilt.

Im Oktober aD 1510:
Der Messdiener Tombas dient nicht mehr der Pfarre. Er verlässt den Widdenhof.

09. Februari aD 1511:
Rutger de Solinge wird zum Paffe zu Herkerode geweiht.

Im Maerz aD 1511:
Tombas verlässt die Nabaerschaff nach Knochebroich

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